Woche der Demenz 2026

Das Motto für 2026:

Demenz – (k)eine Frage des Alters

Weltweit sind etwa 55 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl voraussichtlich auf 139 Millionen steigen, besonders dramatisch in China, Indien, Südamerika und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Der Welt-Alzheimertag wurde 1994 von Alzheimer’s Disease International gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Seitdem finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen.

„Demenz? Das bekommen doch nur sehr alte Menschen.“ Diese Annahme hält sich hartnäckig. Tatsächlich sind die meisten Menschen mit Demenz über 65 Jahre alt, doch Demenzerkrankungen können auch in jüngeren Jahren auftreten. Darüber hinaus sind durch Partnerinnen und Partner, Kinder, Enkelkinder, Nachbarn sowie Kolleginnen und Kollegen Menschen eingebunden, die wiederum ganz unterschiedlichen Generationen angehören. Demenz kennt keine Altersgrenze!

Überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen, können wir auch mit dem Thema Demenz in Berührung kommen. Dabei sieht man den Betroffenen ihre Erkrankung meistens nicht an. Einige sind jung, andere schon älter, manche sprechen klar, wirken selbstständig und fröhlich, andere wiederum einsam. Einige sind berufstätig, andere schon lange im Ruhestand. Manche Betroffene kümmern sich um minderjährige Kinder oder die eigenen Eltern, andere sind alleinstehend. Während sich die Demenz bei einigen langsam entwickelt, kommen andere schon bald nicht mehr ohne Unterstützung zurecht. Die Lebensrealitäten sind vielfältig. Doch wie gehen wir als Gesellschaft damit um? Sind wir bereit, Stigmata abzubauen, Verstehen zu wollen und Verständnis zu fördern? Eine Demenzerkrankung bedeutet nicht automatisch das Ende von Lebensfreude, Begegnungen oder gesellschaftlicher Teilhabe. Es liegt an uns allen, ein Umfeld zu gestalten, das respektvoll, offen und geduldig ist, in dem Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen gerne leben wollen.

Es ist nie zu früh, sich mit Demenzerkrankungen auseinanderzusetzen. Ein gesunder Lebensstil, soziale Teilhabe, geistige Aktivität und gute medizinische Vorsorge können das Risiko einer Demenzerkrankung positiv beeinflussen. Dabei stärkt Prävention nicht nur die eigene Gesundheit, sondern schafft auch Bewusstsein für das Thema.

Der Welt-Alzheimertag 2026 lädt unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ dazu ein, Demenz nicht als Phänomen zu betrachten, das „irgendwann einmal“ andere betrifft, sondern als eine gemeinsame Aufgabe, die schon heute unser Zusammenleben prägt.„Demenz? Das bekommen doch nur sehr alte Menschen.“ Diese Annahme hält sich hartnäckig. Tatsächlich sind die meisten Menschen mit Demenz über 65 Jahre alt, doch Demenzerkrankungen können auch in jüngeren Jahren auftreten. Darüber hinaus sind durch Partnerinnen und Partner, Kinder, Enkelkinder, Nachbarn sowie Kolleginnen und Kollegen Menschen eingebunden, die wiederum ganz unterschiedlichen Generationen angehören. Demenz kennt keine Altersgrenze!

Die daran anknüpfende “Woche der Demenz” rahmt sich in diesem Jahr vom 21. bis 30. September 2026 um dem Weltalzheimertag.

Alle Veranstaltungen in Hildesheim und der Region
zur Woche der Demenz und der Woche der pflegenden Angehörigen Niedersachsen

In der Zeit vom 21. – 30. September 2026

21.09.2026, 16:00 – 18:00 Uhr,

Vortrag – Senioren-Netzwerk Lamspringe e.V.

(Hauptstr. 73, 31195 Lamspringe, Treffpunkt Büro)


Demenzielle Erkrankungen – Psychiatrie – Sozialpsychiatrischer Dienst

Wie und wo bekomme ich als pflegender Angehöriger Unterstützung?

Herr Manfred Johannwerner, Facharzt für Psychiatrie beim Sozialpsychiatrischen Dienst in Hildesheim erläutert die einzelnen demenziellen Erkrankungen.

  • Wie kann der Sozialpsychiatrische Dienst in Hildesheim unterstützen?
  • Was ist Psychiatrie und was kann Psychiatrie? Welche Formen der Demenz gibt es? Welche Ursachen hat eine demenzielle Erkrankung ? Welche Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung gibt es?
  • Warum ist die Scham größer, als die Möglichkeit auf Hilfe?

Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit des Austausches.

Barrierefreier Zugang. Der Eintritt ist kostenfrei. Ein Spendenschwein steht bereit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstalter:

Senioren-Netzwerk Lamspringe e.V.

22.09.2026 – 13.10.26, 17:00 und 19:30 Uhr

Kellerkino

Alzheimer Gesellschaft Hildesheim e.V.

(VHS Hildesheim, Riedelsaal, Pfaffenstieg 4-5, 31124 Hildesheim)

Das Kellerkino findet jeweils um 17:00 Uhr und 19:30 Uhr statt

22.09.26 um 17:00 Uhr und 19:30 Uhr

Die unendliche Erinnerung, Dokumentation Chile 2023

29.09.26 um 17:00 Uhr und 19:30 Uhr

Human Forever, Teun Toebes, Dokumentarfilm, Niederlande 2023

06.10.26 um 17:00 Uhr und 19:30 Uhr

IVO, Drama Deutschland 2024

13.10.26 um 17:00 Uhr und 19:30 Uhr

Heldin, Drama Schweiz,, Deutschland 2025

Veranstalter:

Organisiert in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft Hildesheim und finanziell gefördert durch die AOK

Eintrittspreise:
Erwachsene: 7€
mit Kellerkinoausweis: 5€
mit Kulturticket: 3€
mit Ehrenamtskarte: kostenlos

Der Riedelsaal ist barrierefrei erreichbar (Aufzug)

Infos unter Kellerkino Hildesheim

23.09.26, 14:30 bis 17:00 Uhr

Fachvorträge

Ameos Klinikum Hildesheim

Tanzhaus Hildesheim, Marie-Wagenknecht-Str. 13, 31134 Hildesheim – Eingang über die AMEOS Institutsambulanz, Oldekopstr. 14


„Frühe Demenzen – Erkennen, Verstehen, Vorsorgen


Das AMEOS Klinikum Hildesheim lädt Betroffene Angehörige und Interessierte herzlich in das Tanzhaus Hildesheim ein. Informieren Sie sich umfassend über das Thema Frühdemenzen im Rahmen von Vorträgen und Infostationen und kommen Sie dabei mit Experten und Expertinnen sowie anderen Betroffenen und Angehörenden ins Gespräch. Lernen Sie die Unterstützungsangebote des AMEOS Klinikum Hildesheim und seiner Kooperationspartner – des Pflegestützpunkt Hildesheim, der Alzheimer Gesellschaft Hildesheim e. v. mit ihrem Angebot FRIDA Hildesheim und des Betreuungsvereins Hildesheim kennen.

Fachvorträge:

„Frühe Demenzen erkennen und verstehen“
Dr. med. Stefanie Weismann-Günzler, AMEOS Klinikum Hildesheim

„Angehörende stärken – Hilfsangebote, Entlastung und Vorsorge“
Matthias Wittich, AMEOS Klinikum Hildesheim


„Kommunikation und Herausforderungen im Umgang mit Menschen mit Demenz“
Sandra Schwetje und Jennifer Ratajcyk, AMEOS Klinikum Hildesheim

Anfahrt & Parken:

Parkplätze im öffentliche Parkhaus, zentral gelegen, gegenüber vom Kreishaus barrierefrei.
Eingang über die AMEOS Institutsambulanz, Oldekopstr. 14.

 Veranstalter:

Ameos Klinikum Hildesheim  

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Keine Anmeldung erforderlich.

25.09.26, 14:45 – 16:00 Uhr

Musikalischer Nachmittag

Caritas Tagespflege

(Caritas Tagespflege, Mühlenstr. 24, 31134 Hildesheim)

Musikalischer Nachmittag im Rahmen der Woche der Demenz und Tag der offenen Tür

In der Caritas Tagespflege Hildesheim freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Nachmittag im Zeichen von Begegnung und Lebensfreude. Ein Akkordeonspieler sorgt mit bekannten Melodien für stimmungsvolle Atmosphäre. Bei Kaffee und Kuchen bleibt Zeit für Gespräche, Austausch mit anderen Gästen und das Kennenlernen unserer Einrichtung. Nutzen Sie die Gelegenheit, unsere Räumlichkeiten zu besichtigen, mehr über unsere Angebote zu erfahren und mit dem Team ins Gespräch zu kommen.

Eingeladen sind Menschen mit und ohne Demenz, Angehörige, Interessierte und alle, die einen schönen Nachmittag in guter Gesellschaft verbringen möchten. Frau Beatrix Meier und Frau Rucz-Höppner stehen an diesem Nachmittag für Fragen rund um Pflege, Demenz und Beratung zur Verfügung.

Zur besseren Planung wird um eine vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer (05121) 102 3451 gebeten.

30.09.26, 10.30 – 15:30 Uhr

4. Öffentliche Pflegekonferenz, Landkreis Hildesheim


(Landkreis Hildesheim, großer Sitzungssaal, Marie-Wagenknecht-Straße 3, 31134 Hildesheim)

„Wenn Pflege das Leben prägt – was brauchen pflegende Angehörige?“


Programm:
ab 10:30 Uhr Ankommen, Begrüßungskaffee, Markt der Möglichkeiten
11:30 Uhr Begrüßung – Thomas Minnrich, Sozialdezernent Landkreis Hildesheim
11:40 Uhr Fachvortrag „Pflege in der Häuslichkeit – Zahlen, Fakten, Ausblick”, Prof. Anne Meißner, Uni Hildesheim
12:15 Uhr „Parkinson-Netzwerk Südniedersachsen” , Prof. Dr. Hendrike Frieg, HAWK, Therapiewissenschaften
12.30 Uhr Mittagspause und Markt der Möglichkeiten
13:15 Uhr Interviews mit pflegenden Angehörigen (Eltern, Partner und Partnerinnen, Kinder)
14:00 Uhr „Psychische Belastung pflegender Angehöriger – Hilfsangebote” , Evelin Löffler, Fachärztin für Neurologie/Psychiatrie
14:30 Uhr „Welche Unterstützung steht mir zur Verfügung?”
14:30 Uhr Podiumsdiskussion
15:30 Uhr Abschluss der Veranstaltung

Moderation: Tanja Lichthardt

Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen nach vorheriger Anmeldung vor Ort durch die Caritas
Tagespflege
oder im häuslichen Umfeld durch FRIDA Hildesheim

Anmeldungen und weitere Informationen:

Für weitere Informationen und Anmeldungen bitte hier klicken

Weitere Veranstaltungstipps für 2026 & 2027

02.11.26, 18:30 bis 20:45 Uhr

Lesung – VHS Hildesheim

(VHS Hildesheim im Riedel-Saal , Pfaffenstieg 4-5 , 31134 Hildesheim im )


Eine Lesung von Katrin Seyfert aus ihrem Buch „Lückenleben – Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich“

Im Rahmen der VHS Lesereihe zum Thema „MUT und VERÄNDERUNG“.

Der Lesung folgt ein sehr persönliches Interview mit Katrin, unter besonderer Berücksichtigung der psychologischen, familiendynamischen und gesellschaftlichen Aspekte, durchgeführt von
Michael Harms, der als Heilpraktiker für Psychotherapie und Coach Menschen in schwierigen Lebenssituation begleitet. Das Publikum bekommt die Gelegenheit Fragen zu stellen und sich aktiv zu beteiligen. Am Ende der Veranstaltung signiert Katrin ihre Bücher.

Eine Kooperation mit dem Initiator der Lesereihe. Michael Harms und der Alzheimer Gesellschaft
Hildesheim.

Tickets für die Lesung kosten 11 Euro und können im Vorfeld online erworben werden. Mehr Informationen erhalten sie auf der Website der VHS Hildesheim.

April 2027

15.04.27, 19:00 Uhr , Konzertlesung –

“Lebensmut trotz(t) Demenz” mit Dr. Sarah Straub

Die Liedermacherin und Psychologin Dr. Sarah Straub präsentiert ihr neues Buch „Lebensmut trotz(t) Demenz” bei einer Konzertlesung, Dr. Sarah Straub erzählt in ihrem Buch von berührenden Begegnungen mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Diese Geschichten bringt die Demenz-Expertin nun auch auf die Bühne – in einem Live Programm, das berührt, informiert und aufklärt. Dabei verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse über Demenz mit eindringlicher Musik – eine Kombination, die schon bei ihrem ersten Buch „Wie meine Großmutter ihr ICH verlor” zwei Jahre lang die Säle in ganz Deutschland füllte.

Dr. Sarah Straub leitet die Demenzsprechstunde am Universitätsklinikum Ulm, forscht zu Frontotemporaler Demenz (FTD) und ist Vorstandsvorsitzende der DGFTD e.V. Als Liedermacherin hat sie sechs Studioalben veröffentlicht. Straub steht seit Jahren für einen mutigen, lebensbejahenden Umgang mit Demenz. Die promovierte Psychologin ist überzeugt: Mit Solidarität und Zusammenhalt ist ein gutes Leben mit der Erkrankung möglich.

Veranstalter:

Alzheimer Gesellschaft Hildesheim e.V. und Bischofsmühle

Weitere Infos werden rechtzeitig auf der Website der Alzheimer Gesellschaft Hildesheim veröffentlicht.

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